Agroforst Reallabor

Kombinierte Produktionssysteme für Ackerbau, Land- und Forstwirtschaft: Für solche Agroforstsysteme schafft das Agroforst-Reallabor Demonstrationsflächen. Wissenschaftlich begleitet von der Hochschule Rhein-Waal.

Agroforstfeld
© Jannis Menne, HSRW

Das Agroforst Reallabor forscht zu Agroforstsystemen und unterstützt die Umsetzung solcher Systeme am Niederrhein. In Agroforstsystemen werden Ackerbau oder Dauergrünland, mit oder ohne Tierhaltung, gemeinsam mit Gehölzen auf einer Fläche kombiniert und bewirtschaftet.

Das Agroforst Reallabor, Teil des Projekts TransRegINT  an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW), hat zum Ziel, unter Berücksichtigung der natürlichen, strukturellen und sozioökonomischen Bedingungen der Region Niederrhein, die Agroforstwirtschaft gemeinsam mit Projektpartnern umzusetzen und Demonstrationsflächen für Forschung und Lehre zu schaffen. Langfristig soll Agroforstwirtschaft als eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Alternative zu bestehenden Produktionssystemen für europäische Landwirte etabliert werden.

 

Agroforstflächen

Entwicklung und Umsetzung verschiedener Agroforstsysteme, darunter ein Tiny Agroforst in den Lehr- und Schaugärten der HSRW sowie mit Kooperationspartnern u. a. im Gartenbau, in der Streuobstwiese und auf einem Geflügelhof. Im Januar 2025 Umsetzung der bisher größten Fläche mit Leuchtturmcharakter für die Landwirtschaft am Niederrhein: Gemeinsam mit der Stadt Kleve und der Landwirtschaftskammer wurde ein Agroforstsystem auf einer konventionell bewirtschafteten Ackerfläche angelegt. Neben Nutz- und Werthölzern wurden Sträucher für die Biodiversität und mit Zierwert gepflanzt. Die Fläche wird Teilanlage der Landesgartenschau 2029.

Forschung

Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung von Agroforstsystemen durch die HSRW, um Daten zu den langfristigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Leistungen dieser Systeme zu erheben. Forschungsaktivitäten beinhalten unter anderem den Bereich Gehölze: Im Fokus stehen z. B. Pflanzengesundheit, Gehölzvitalität und Bodenstruktur, aber auch die Messung der Kohlenstoffbindung, der biologischen Vielfalt, des Mikroklimas und der Kosten-Nutzen-Analyse. Im Rahmen des Reallabors haben zudem soziale und kulturelle Aspekte wie Akzeptanz, Partizipation und Wissenstransfer eine große Bedeutung und fließen in die Forschung ein.

Netzwerk

Mit dem Format „Agroforst-Praxisstammtisch Niederrhein“, einem Austausch in zwangloser Atmosphäre von Agroforstpraktikern und -neulingen, wurde 2024 begonnen ein regionales Netzwerk verschiedener Beteiligter zu knüpfen. Dieses soll stetig erweitert werden und auch Akteure, die direkt und indirekt an den agroforstlichen Produktionsketten beteiligt sind (z. B. Hersteller von Agrartechnik, Landwirte, Genossenschaften, landwirtschaftliche Berater und Dienstleister, Lebensmitteleinzelhandel, Gemeinden, Interessenverbände usw.) einbinden. Termine: https://transform-hsrw.org/was-laeuft/veranstaltungen/

Das Reallabor

Genehmigung

Genehmigt durch:

-

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

 

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